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Forschungsprojekt

Passwörter inklusiv

Viele Menschen nutzen täglich Passwörter, um sich bei Internet-Diensten anzumelden. Dies ist eine Maßnahmen des Datenschutzes: Viele Dienste wollen persönliche Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer speichern. Zum Schutz der Daten wird bei erstmaliger Anmeldung ein Passwort vereinbart. Das Passwort muss dann jedes Mal angeben werden, bevor persönliche Daten aufgerufen werden können.

Diese Form der Sicherung baut auf der Merkfähigkeit von Menschen auf. Allerdings kann diese Fähigkeit individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Beispielsweise nimmt die Merkfähigkeit aller Menschen im Alter ab. Auch können neurologische oder psychische Erkrankungen die Merkfähigkeit reduzieren. Schließlich ist eine verringerte Merkfähigkeit ein häufiges Symptom von Behinderungen des Lernens oder des Geistes. 

Wie kann passwort-basierter Datenschutz auch Menschen mit geringer Merkfähigkeit ausreichend Sicherheit bieten?

Das Forschungsprojekt Passwörter inklusiv geht der Frage nach, wie passwort-basierter Datenschutz auch Menschen mit geringer Merkfähigkeit ausreichend Sicherheit bieten kann. Das Projekt besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen. Zunächst soll eine internet-gestützte Befragung Aufschluss darüber geben, wie lang und wie komplex Zeichen-Kombinationen sein dürfen, sodass es sich Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zutrauen, sie als Passwörter einzusetzen. 

Anschließend soll herausgearbeitet werden, wie Menschen mit eingeschränkter Merkfähigkeit dabei unterstützt werden können, es sich zuzutrauen, lange und komplexe Zeichen-Kombinationen als Passwörter einzusetzen. Hierzu wird eine Trainingsform entwickelt und erprobt, die auf dem Paradigma des fehlerfreien Lernens aufbaut. Dies ist eine fehlerreduzierende Lehrform, die gezielt implizites Lernen stimulieren soll und sich schon in anderen Anwendungen der Gedächtnisrehabilitation bewährt hat.