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Schwerpunktmodul im Bachelor Erziehungswissenschaft

Pädagogik des fortgeschrittenen Lebensalters

Seit dem Sommersemester 2017 koordiniert das Zentrum für Heilpädagogische Gerontologie das Schwerpunktmodul „Pädagogik des fortgeschrittenen Lebensalters“. Das Schwerpunktmodul richtet sich an Studierende im 5. oder 6. Semester der Studiengänge Bachelor Erziehungswissenschaft und Bachelor Unterrichtsfach Pädagogik. Die Veranstaltungen des Schwerpunktmoduls werden von Mitarbeiter*innen des Lehr- und Forschungsbereichs Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie angeboten.

Hintergrund

Ein positives Merkmal des demographischen Wandels besteht darin, dass immer mehr Menschen gesund und wenig beeinträchtigt altern. Viele Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter sehen sich inzwischen in der Lage, einen aktiven Lebensstil zu pflegen. Mit dieser Entwicklung geht einher, dass das ältere Menschen zu einer bedeutsamen Zielgruppe pädagogischen Handelns geworden sind. Ihre Lern- und Bildungsmotive  weisen allerdings eine große Spannweite auf. Die Spanne reicht von der Teilnahme an Übungen mit rehabilitativer Zielsetzung, über die selbstständige oder angeleitete Suche nach Wegen, um Alltagsaufgaben zu meistern, bis hin zur intrinsisch motivierten Teilnahme an einem Kurs oder einem Studiengang. 

Das Ziel des Schwerpunktmoduls besteht darin, Studierenden der Erziehungswissenschaft Theorie und Empirie des Alterns sowie des Lernens im Alter näher zu bringen und typische Lern- und Bildungsmotive älterer Menschen zu vermitteln. Studierende werden zudem für die Auswirkungen alternskorrelierter Veränderungen, erkrankungs- bzw. behinderungsbedingter Einbußen und kritischer Lebensereignisse sensibilisiert. Sie lernen die Herausforderungen des Alltags als treibende Kraft von Lern- und Bildungsprozessen im Alter kennen.

Lehrveranstaltungen

Das Schwerpunktmodul kann als kleiner Schwerpunkt (zwei Lehrveranstaltungen) oder großer Schwerpunkt (vier Lehrveranstaltungen) belegt werden. Inhaltlich sind die Lehrveranstaltungen den Feldern Gerontologische Grundlagen, Ausgewählte Themen und Bildungsangebote, Interventionsformen, Forschungsprojekte zugeordnet.

Gerontologische Grundlagen (Veranstaltung 1)

In den Lehrveranstaltungen dieses Themenfeldes werden zentrale Theorien und empirische Befunde des Alterns, des Alters sowie des Lernens im Alter vermittelt. 

Ausgewählte Themen der Gerontologie (Veranstaltung 2 oder 3)

In den Lehrveranstaltungen wird innerhalb eines ausgewählten Themenbereiches erarbeitet, wie Lernbedürfnisse, -prozesse und -strategien von Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter von chronischen Erkrankungen, kritischen Lebensereignissen, (lebenslanger) Behinderung oder der Übernahme sozialer Rollen beeinflusst werden. Darauf aufbauend wird diskutiert, welche didaktischen Ansätze, Lehr-Lern-Arrangements oder Unterstützungsformen der individuellen Perspektive eines älteren Menschen am ehesten entsprechen können. 

Bildungsangebote, Interventionen, Forschungsansätze (Veranstaltung 4)

In den Lehrveranstaltungen werden ausgewählte (Forschungs-) Projekte aus Interventionsgerontologie, Geragogik oder Gerontopsychologie vorgestellt.

Modulabschlussprüfungen

Unabhängig von der Art des Schwerpunktes werden die Inhalte der Grundlagen-Veranstaltung (Veranstaltung 1) in Form einer Klausur geprüft. Die Klausur findet zweimal jährlich statt. Sie wird jeweils in der ersten Wochen der Sommer- bzw. Wintersemesterferien zur gleichen Zeit wie die Grundlagen-Veranstaltung terminiert.

Belegen Studierende den großen Schwerpunkt, ist zusätzlich eine Hausarbeit zu verfassen. Diese Hausarbeit kann zu jedem Seminar der Veranstaltungen 2, 3 und 4 angemeldet werden. Das Thema und der zeitliche Rahmen der Hausarbeit werden zwischen Studierende*n und Dozent*in vereinbart.